Kuroda Tatsuaki – ein Bildhauer unter den Lackkünstlern

Diese Woche hatte ich die Gelegenheit die Ausstellung „Kuroda Tatsuaki – ein Bildhauer unter den Lackkünstlern“ im Museum für Lackkunst in Münster zu besuchen.

Am meisten hat mich ein Stuhl beeindruckt, der aus nur vier Eichenbohlen bestand.

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Leider konnte ich nicht selbst fotografieren, darum bin ich auf Bilder von der Facebook-Seite des Museum für Lackkunst angewiesen.

Um die Proportionen besser zu erkennen hier noch eins mit der Enkelin von Kuroda.

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Die Bezeichnung „Stuhl“ für dieses Möbel ist, wie man sieht, weit untertrieben. „Königsstuhl“, wie er sonst noch bezeichnet wird trifft es schon eher. Dieser Stuhl ist Teil eines Ensembles, das Kuroda für den japanischen Regisseur Akira Kurosawa (Die sieben Samurai) entworfen und gebaut hat.

Vier Eichenbohlen von bestimmt 10 cm Dicke. Die Risse, die sich bei dieser Breite unvermeidlich bilden, sind akkurat mit Spänen ausgeleimt. In der Rückenlehne eine wunderschöne bis in den Grund feinst ausgearbeitete Flachschnitzerei. Die Oberfläche mit Klarlackpolitur (fuki-urushi) überzogen, was eine glasartige Oberfläche erzeugt. Ein wirklich einzigartiges Möbel mit einer außergewöhnlichen Ausstrahlung.

Doch auch die anderen Exponate, überwiegend mit rotem Uruschi lackiert aber auch einige mit feinster Perlmut-Auflage, sind höchst interessant. Ein Stilelement, das sich über die gesamte Schaffenszeit Kurodas hindurch zieht, ist die, oft vierstrahlige, Spirale. Wunderschön sind die vielen Döschen, die sich oft nur durch die Art des Lackauftrages unterscheiden. Alles vom Meister minutiös ausgearbeitet.

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Ich kann die Ausstellung nur empfehlen. Sie ist zwar klein, aber wirklich außergewöhnlich.

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